Experte für digitale Implantologie. Er zeigt aus Sicht des Praktikers Wege für effiziente Workflows und smarte Planung auf.
Der Scanner steht, die Planungssoftware läuft, die Schablone ist gedruckt. Trotzdem dauert der Fall länger als der analoge davor. Ein digitaler Ablauf funktioniert nicht dadurch, dass die Geräte vorhanden sind. Dr. Kay Vietor aus Langen zeigt, an welchen Stellen er wirklich Zeit spart.
Dr. Kay Vietor studierte von 1986 bis 1990 Zahnmedizin in Gießen und promovierte bis 1991 an der Universität Tübingen in der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik. Danach folgten ein Jahr Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an der Sana Klinik Offenbach und drei Jahre Weiterbildung in Oralchirurgie bei Prof. Dr. mult. Ch. Foitzik.
1995 eröffnete er seine eigene Praxis in Langen mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie und wurde im selben Jahr zum ITI Fellow ernannt. Behandlungsschwerpunkte der Praxis sind Oralchirurgie, Implantologie, Parodontologie und Prophylaxe.
Beim International Team for Implantology verantwortet er die digitale Seite. Seit 2020 leitet er als Chairman die ITI-Taskforce Deutschland für digitale Optionen in der Implantologie, seit 2022 gehört er dem wissenschaftlichen Beirat des ITI Curriculum Digital an. Vorträge, Kurse und Veröffentlichungen zu Implantatchirurgie und Implantatprothetik, 3D-Planung, CAD/CAM, Intraoralscan und digitalem Workflow hält und schreibt er seit dem Jahr 2000.
2025 erschien in Clinical and Experimental Dental Research die Übersichtsarbeit „Beyond Accuracy: Clinical Outcomes of Computer Assisted Implant Surgery“, verfasst von Dr. Sofya Sadilina, Dr. Kay Vietor und sechs weiteren Autorinnen und Autoren. Ihr Befund: Die navigierte Implantation erreicht eine deutlich höhere Genauigkeit als die freihändige. Bei Implantatüberleben, Primärstabilität und Komplikationen unterscheiden sich beide Wege dagegen kaum, Vorteile zeigten sich vor allem in der ästhetischen Zone.
Genau diese Lücke zwischen Präzision und klinischem Ergebnis nehmen die beiden bei der Dentist Experience '26 gemeinsam auseinander: er aus der Praxis, sie aus der Forschung.
„Sind wir wirklich im digitalen Workflow angekommen?“ Die Digitalisierung von Arbeitsprozessen bietet uns in Zahnheilkunde und Zahntechnik nahezu täglich neue Perspektiven und Möglichkeiten. Gerade diese rasante Entwicklung macht es in der Praxis schwierig, zu entscheiden, welche der digitalen Abläufe prozesssicher und alltagstauglich sind. Intraoralscan, Cloudlösungen zur Datenverarbeitung, künstliche Intelligenz, digitale Implantatplanung, statisch und dynamisch digital unterstützte Implantatchirurgie und digitale Sofortversorgungskonzepte im Chairside-Workflow sind nur einige der Schlagworte, hinter denen sich viele interessante Optionen, aber auch manche Stolpersteine und Hindernisse verbergen. Welche Aufschlüsse kann uns die aktuelle Literatur zu einigen der digitalen Verfahren geben? Ist alles verlässlich in der Praxis anwendbar? Ziel des Vortrags soll es sein, über einige aktuelle Möglichkeiten und Grenzen der digitalen Prozesse und über deren Einbettung in Workflows und daraus resultierende Effizienzgewinne aus der Sicht des Praktikers und der Sicht der Wissenschaftlerin zu informieren und Denkanstöße zu geben. Vortrag mit Live-Demo (Straumann AXS / Smart Design) und einzelnen Spotlights zum wissenschaftlichen Hintergrund: Intraoralscan, digitale Implantatplanung, Chairside-Workflow, iEXCEL. Gemeinsamer Vortrag mit Dr. Sofya Sadilina.
18. bis 25. September 2026, ROBINSON Kyllini Beach, Griechenland. Sechs Seminartage, 40 Fortbildungspunkte, maximal 30 Teilnehmende.